Diese acht Angaben fehlen in vielen Offerten
Eine Offerte muss nicht schön sein. Sie muss vollständig sein. Diese acht Angaben entscheiden darüber, ob sich zwei Offerten überhaupt vergleichen lassen.
1 · Bis wann die Offerte gilt
Ohne Frist ist unklar, ob der Preis in zwei Wochen noch steht. Sehr kurze Fristen von wenigen Tagen erzeugen Druck und verhindern genau den Vergleich, den Sie gerade anstellen.
2 · Mengen mit Einheit und Einheitspreis
Eine Pauschale ohne aufgeschlüsselte Positionen lässt sich mit nichts vergleichen. Sie brauchen Menge, Einheit und Preis je Einheit.
3 · Was ausdrücklich nicht enthalten ist
Gute Offerten führen Ausschlüsse auf. Fehlen sie, heisst das nicht, dass alles enthalten ist — es heisst nur, dass Sie es nicht wissen.
4 · Nebenkosten
Anfahrt, Entsorgung, Gerüst, Kleinmaterial. Jede dieser Positionen kann drei- bis vierstellig sein.
5 · Der Zahlungsplan
Wie viel bei Auftragserteilung, wie viel nach Baufortschritt, wie viel nach Abnahme. Eine Anzahlung über dreissig Prozent ist unüblich, volle Vorkasse sollte Sie stutzig machen.
6 · Termine
Ein Ausführungszeitraum oder verbindliche Termine. Ohne Angabe haben Sie kein Druckmittel, wenn sich die Arbeiten hinziehen.
7 · Gewährleistung
Dauer und Bezug auf eine Norm, in der Schweiz meist die SIA 118. Steht nichts da, gilt das gesetzliche Minimum — und das ist kürzer, als viele annehmen.
8 · Mehrwertsteuer
Netto, Satz und brutto getrennt ausgewiesen. Bei 8.1 Prozent macht die Verwechslung von netto und brutto bei einem Auftrag über 20 000 Franken über 1600 Franken aus.
Viele Betriebe arbeiten hervorragend und schreiben knappe Offerten. Nachfragen kostet nichts und ist der übliche Weg — wir formulieren die Fragen für Sie aus.