Anzahlung: was üblich ist und wann Sie nachfragen sollten
Eine Anzahlung ist normal. Sie deckt Material und Vorleistungen. Die Frage ist nur, wie hoch sie ausfällt und was danach noch offen bleibt.
Ein fairer Zahlungsplan
- Anzahlung bei Auftragserteilung: in der Regel zwischen zehn und dreissig Prozent
- Teilzahlungen nach Baufortschritt bei längeren Arbeiten
- Schlusszahlung erst nach der Abnahme
- Bei grösseren Aufträgen ein Rückbehalt von etwa fünf Prozent bis zum Ablauf der Rügefrist
Wann Sie nachfragen sollten
Über dreissig Prozent Anzahlung ist erklärungsbedürftig — bei teurem Sondermaterial kann es sachlich begründet sein. Über fünfzig Prozent verschiebt das wirtschaftliche Risiko fast vollständig zu Ihnen. Volle Vorkasse nimmt Ihnen jedes Druckmittel, falls die Ausführung nicht wie vereinbart erfolgt.
Die Schlusszahlung erfolgt nach der Abnahme. Steht das nicht da, sollten Sie darum bitten — es ist die üblichste Klausel überhaupt.
Darf ich eine Anzahlung ablehnen?
Verhandeln können Sie immer. Ob der Betrieb darauf eingeht, ist seine Sache. Ein Vorschlag mit Teilzahlungen nach Baufortschritt wird oft angenommen.
Was ist ein Rückbehalt?
Ein kleiner Teil der Schlusszahlung, der bis zum Ablauf der Rügefrist zurückgehalten wird. Bei kleineren Aufträgen unüblich, bei grösseren sinnvoll.