Regie, Pauschale oder Kostenvoranschlag — was bedeutet das für Ihre Rechnung?
Die wichtigste Angabe in einer Offerte ist nicht der Betrag, sondern das Preismodell. Es entscheidet, ob dieser Betrag am Schluss noch gilt.
Die vier Modelle
Fixpreis oder Pauschale
Der Betrag steht fest, solange sich der Leistungsumfang nicht ändert. Das grösste Risiko liegt hier nicht im Preis, sondern in der Beschreibung: Was nicht in der Offerte steht, ist auch nicht im Fixpreis.
Kostenvoranschlag
Eine Schätzung, keine Zusage. Üblich ist eine Toleranz von etwa zehn Prozent — steht sie nicht in der Offerte, ist unklar, wie stark der Betrag abweichen darf.
Einheitspreise
Preis pro Quadratmeter, Laufmeter oder Stück, abgerechnet nach tatsächlicher Menge. Fair und transparent, solange geregelt ist, wer das Aufmass erstellt.
Regie
Abrechnung nach Aufwand. Für Arbeiten, deren Umfang sich vorher nicht absehen lässt, ist das sachgerecht — aber nur mit einem vereinbarten Kostendach. Ohne Obergrenze steht der Endbetrag schlicht nicht fest.
Der genannte Betrag ist dann eine Schätzung, kein Preis. Bitten Sie um ein schriftliches Kostendach für den beschriebenen Umfang — das ist ein üblicher Wunsch, kein Misstrauensbeweis.
Gemischte Offerten
In der Praxis mischen viele Offerten die Modelle: Fixpreis für den Hauptteil, Regie für Unvorhergesehenes. Das ist in Ordnung, wenn die Grenze klar ist. Achten Sie darauf, welche Positionen in welchen Topf gehören — und ob Mehrleistungen Ihre vorherige Zustimmung brauchen.